Der Berg ruft – Dort, wo der Berg zu Ende ist (Teil 3/7)

Der Berg ruft (Teil 3/7)

Weg Nummer Neun ins Nichts
oder Das Ende der (Berg)Welt)

In den Bergen kann man sich schnell verirren, habe ich mir sagen lassen. Und genau deshalb vorgebeugt.
Ich habe für knapp 30 € eine App auf das Telefon gespielt, die mich genau davor bewahren sollte. So der Plan.
Ließ sich auch ganz gut an, man kann sich Touren zusammenstellen, wenn man die Wege und Trails kennt.
Man kann einfach einen Zielpunkt vorgeben, die Sportart zugrunde legen und die Strecke wird errechnet. Das funktioniert wie bei den großen Navigationshilfen, nur dass es nicht Tunnel und Mautstrecken sind, die man ausschließt, sondern -Radtour, -Rennrad oder eben -Biking vorgibt. In letzterem Fall führt die Strecke garantiert keine festgetretenen und festgefahrenen Waldwege entlang, sondern über Stock und Stein bzw. über Wurzel und Stein mitten durch bewaldete Hänge, manchmal halt auch Steilhänge.
Genau das ist mir heute perfekt gelungen. Perfekt im Sinne von Pech gehabt.
Die erste Tour – ich wollte es etwas ruhiger angehen lassen nach der gestrigen Hammerroute – führte weitgehend über Waldwege und Schotterpisten, alles schön breit und nicht zu steil, wie gewünscht. Es war eine Tour der dritten Kategorie, also irgendjemand hat diese einmal abgefahren, aufgezeichnet und abgespeichert und anschließend als Öffentliche Tour freigegeben. Ich brauchte sie nur nachfahren. Nur.
Wobei nicht daraus hervorging, wer derjenige Aufzeichnende war, welches Level er fährt und vor allem, wann die Strecke archiviert wurde.
Irgendwo bei Entfernungskilometer 14 und Höhenmeter 1.120 sagte die freundliche Navistimme ‚Jetzt links auf Weg Nummer Neun‘. Doch da ist kein Weg Nummer Neun! Die Aussicht war klasse dort, bergauf durch dichtbewachsenes Gehölz, kein Weg oder etwas, was man als solchen mißbrauchen hätte können und erst recht nicht bergab auf den Weg Nummer Neun, denn dort gibt es nur noch für das Vieh abgesperrte Wiesn. An diesem Endpunkt der gerade begonnen Tour steht immerhin eine Hütte für vereinsamte Wanderer, denn auch die müssen dort umkehren, ob sie wollen oder nicht. Der einsiedelnde Wirt verklickerte mir die Situation und auch, dassScreenshot_20190918_182903_de.komoot.android.jpg solange er dort wohne es noch nie einen Weg Nummer Neun gegeben habe.

Zella Mehlis, wie der Franzose sagt.
Da es bis zu ihm ohnehin dauerhaft und steil bergan ging und wohl auch so weitergegangen wäre, habe ich die Gunst der Stunde genutzt, die gespeicherte Tour verlassen und bin immer der zwischen den Bäumen herrlich durchscheinenden Sonne nach Süden gefolgt. Bei Hoch- und Runter-Kilometer 36 laut App und den Zeller See in Reichweite, einigte ich mich mit mir, eine Runde um Zell am See und dann wieder gen Heimat.
So konnte ich auch gleich die Tourvariante 2 testen, Ziel vorgeben, MTB IMG_20190918_104638.jpg

einstellen und los gehts. Ist eine schöne Route geworden, habe sie Heimweg vom Zeller See in den Bachwinkl genannt und öffentlich gemacht, obwohl auch sie über teilweise anspruchsvolle Single-Trails führt und nicht nur ein gemütliches Heimwärtsrollen beinhaltet. Man muss schon aufpassen, will man die Biegungen und Abweige richtig interpretieren und ohne Umweg zum Ziel kommem.

Klingt alles sehr locker, ist es auch. Für den Trainierten.
Der Flachländer braucht eine Weile, um zu verstehen, dass bei Weg Nummer Neun der Berg zu Ende ist.

Fortsetzung folgt.
18:43 18.09.2019

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Der Berg ruft – Dort, wo der Adler unter dir schwebt (Teil 2/7)

Der Berg ruft (Teil 2/7)

oder
‚Dort, wo der Adler unter dir schwebt‘

Es ist schon irgendwie atemberaubend, wenn einem die Welt zu Füßen liegt.
In diesem, meinem Fall war es zwar ’nur‘ die Welt unterhalb rund 1.500 Höhenmeter, doch immerhin über den Wolken und über den majestätisch dahingleitenden Adlern, die die Lüfte bis hinunter ins Tal beherrschen.

Wer gestern schon aufmerksam meine ‚Stunde Null‘ aufgesogen hat, weiß, dass ich mir die obere Etage und das Bad in einem stylischen Berghaus mit mehreren Gästen teile. Doch nicht nur deshalb, auch aus purer Gewohnheit, klingelt mein Wecker vor dem Sonnenaufgang und zwar so heftig, dass der Drang nach Kaffee größer als die Lust auf Einfach-Noch-Mal-Umdrehen ist. Man gewöhnt sich tatsächlich an alles, glaube ich.
Das Bad war also meine, der Wasserkocher auch und einem ausgiebigen Morgenspaziergang steht sowieso nichts im Wege.
Trotzdem war ich pünktlich in der Stadt, im Dorf – oder wie nennen wir es?

Saalfelden am Steinernen Meer ist eine Stadt im österreichischen Bundesland Salzburg und ist der Zentralort des Pinzgauer Saalachtals. Die Gemeinde liegt rund 14 km nördlich der Bezirkshauptstadt Zell am See. Mit 16.820 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) ist Saalfelden die bevölkerungsreichste Stadt des Bezirks Zell am See und nach Salzburg und Hallein die Stadt mit der dritthöchsten Bevölkerung im Bundesland Salzburg. (Quelle: Wikipedia)

Punkt Neun Uhr öffnet der überall empfohlene Sportladen Sport 2000 Simon. Dort hatte ich mir gestern das genau richtige eMountain-Bike reserviert, Ausleihe problemlos, kein Pass, alles auf Vertrauen. Zu Hause unvorstellbar. Allerdings sind 124 € für 4 Tage Extrem-Trail auch nicht unbedingt ein Schnäppchen. Erwartet man aber auch nicht. Das Bike ähnelt meinem zu Hause, nur wird es hier wirklich ausgelastet. So der Plan.

Halb Elf dann endlich geht es wirklich los.
Es sollte eine kleine Tour zum Einstieg werden, analog der Touren zuletzt in den Bayrischen Bergen.
Doch wie es so ist, oftmals ist eher der Wunsch der Vater des Gedankens und das Vertrauen in die eigene Leistung schnell mal überschätzt. Es sollten laut ‚Biking | The Way‘ zwar dann doch knapp über 28 km werden, was irgendwie zu verschmerzen gewesen wäre, aber 1.510 Höhenmeter, davon rund 1.000 auf dem letzten, permanenten Anstieg. Das hat irgendwo nichts mehr mit Bayern zu tun.
Egal. Durchbeißen war angesagt, es wurden statt der avisierten 2 Stunden 14 Minuten dann auch über drei Stunden und nur etwa 15 Kilometer. Ist alles verkraftbar. Zeit ist ohnehin relativ. Und der Anstieg zwar schweißtreibend bei herrlichem Sonne-Wolken-Mix und angenehmen Temperaturen. Die Muskeln wurden erst später hart. Das fehlende Training!

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Oben angekommen, wird man vom Wirt des Statzer-Hause persönlich begrüßt. Er kennt offenbar sowieso fast alle Biker, die seine Hütte aufsuchen.
Sprachlich haben wir uns auch irgendwo in der Mitte gefunden. ‚A Sülzn host gwollt?‘ – ja, korrekt. Und einen Hollunder, den er auf Holler verkürzt. Beides lecker. Trotz müder Knochen und kaum noch Puste. Oder gerade deshalb.
Das schöne Wetter – was ist schönes Wetter? – fing Punkt 14 Uhr an, sich zu verabschieden. Er hatte es vorausgesagt. Und trotz aufziehender Winde, geschlossener Wolkendecke und schnell sinkender Temeperaturen, musste ich mich noch von den Adlern verabschieden. Wann schon kann man ihnen von oben zusehen, wie ihr scharfer Blick ins Tal und das pfeilschnelle Abtauchen über mehrere hundert Meter erfolgreich ist.
IMG_20190917_122340.jpgDie Sympathie für diese Vögel ist das eine, erfüllte es mich aber auch mit Genugtuung, dass ich auf dem Anstieg einem Frosch über die Straße geholfen hatte. Er schaute so traurig drein und hätte es wohl niemals allein – am Leben bleibend – geschafft. Wie war das mit der Einbildung!
Auch das Bergwiesel hat es nicht nur kurz vor meinem Vorderrad sondern wohl auch vor den Blicken des Königs der Lüfte in seinen Bau geschafft. Ein Loch so groß wie ein Fußball, aber mindestens genauso unsichtbar wie ein von der Mauer verdeckter Freistoß.

So stolz wie ich auf den erfolgreichen Anstieg war, so bammel war mir vor der Abfahrt.
Zumal ich mich für den richtigen Downhill entschieden hatte, einer der hiesigen Top Bike-Trails.
Was stellt man sich als Flachländer darunter vor? Vielleicht so etwas wie eine Schwarze Piste? Vielleicht. Die kommt man ja auch irgendwie runter.
Denkste! Kann man nicht vergleichen.
Plötzlich sind da keine sich in mehr oder weniger gemütlichen Serpentinen herabschlängelnden Bergwege, sondern es geht mitten durch die Pampa, auf extrem schmalen Trails (rechts und links von Stromzäunen für das weidende Vieh eingerahmt), einseitig ausgewaschen vom Gewitterregen, Kindskopf-großes Geröll auf nahezu Schussfahrt-ähnlichem Bergab.
Sicher wird der eine oder andere lachen – so ist das eben in den Alpen. Ist es, stimmt, aber es sagt einem keiner vorher! Oder man hört nicht hin!

Ende gut, ales gut.
Und ist noch nicht alles gut, ist noch nicht zu Ende.
Für Blessuren habe ich vorgesorgt und alles gleich am ersten Tag benötigt.
Es kann nur besser werden. Auch ohne Ende.
Morgen ist Tag 2 von 7 und die Tour wird sich um die 20-25 km schlängeln, bei weniger als 1.000 Höhenmetern. Quasi zum Erholen. Das habe ich heute aber auch gedacht. Schaun wir mal.

Fortsetzung folgt.
19:47 17.09.2019

Der Berg ruft – Single Trail in den Alpen (Meine Stunde Null)

Der Berg ruft

Und das gewaltig.
Sieben Tage will ich mich auf das eBike schwingen und seinem Ruf folgen.
Ja ja, ich weiß, lasst doch einfach die blöden Sprüche zum e vorm Bike. Es ist trotzdem kein Zuckerschlecken und Downhill bleibt Downhill.
Aber dazu später mehr, erst einmal muss ich ankommen und die Trails erkunden, dann gibt es auch ein paar Fachspezifika!

Meine Stunde Null

ist im Allgmeinen das, was man landläufig Anreise nennt. Denn Berge wachsen nun mal nicht vor meiner Haustür, zumndest keine, die in den Himmel ragen, an deren Hängen Bäume stehen und die eine Spitze haben, die auf Landkarten gern mit der Höhenangabe versehen ist. Eine vierstellige, mindestens.
Wider Erwarten ging es auf der A9 und quer durch München heute recht gemütlich zu, nach rund sechs Stunden und tatsächlich nur halbleerem Tank gönnte ich dem Sechszylinder eine erste Pause. Die am Domizil für die nächsten sieben Tage. Er kann sich jetzt eine Woche ausruhen.

Österreich könnte schon eine runde Sache sein, wenn es da in der Geschichte nicht doch recht zackig gradlinig und heute der Tradition folgend gar nicht so urgemütlich zuginge. Denn der Straßenrand-Schotter-Parkplatz gehört zu einem Rundling aller erster Sahne. Sieht und hat man wirklich nicht alle Tage, nicht bei uns in der sächsischen Heimat. Hier im idyllisch verschlafenen Saalfelden am Steinernen Meer, unterhalb den bedrohlich hinter der Haustür aufwachsenden Alpen und in direkter Nachbarschaft zu den nicht Schlafen-Gehen-Wollenden Bimmel-Kühen, sind die Häuser am Bergesrand alle ziemlich rund und protzen mit weißem Mauerwerk, gebürstetem Edelstahl und gewienertem Sicherheitsglas.
Man gönnt sich wenigstens das.

Immerhin habe ich das Häuschen gefunden, denn die Hausnummern werden auch hier nicht der Straße oder dem Weg entlang vergeben, sondern der Baureihe nach. Die 128 war demnach recht spät dran. Passt auch zur Begrüßung. Zackig, geradlinig…
Der Rundling hat gefühlte 400 Quadratmeter Wohnfläche, abzüglich der runden Kanten natürlich. Natürlich.
Der Keller ist Privat, den lassen wir gleich aus. Das Erdgeschoss ist Privat, dort bleiben die Straßenschuhe zurück, weiter gehts mit Pantoffeln.
Die 1. Etage ist Privat, schöne große offene Küche, da wird das Brutzeln Laune machen. Ach so, nee, ist ja Privat.
Endlich in der 2. Etage angekommen. Vier Zimmer! Alle Achtung. Drei für die Gäste, dazu eine große Terrasse. Zwei der Gästezimmer sind jedoch schon belegt. Ein Tscheche, er spricht kein Deutsch und macht – vielleicht deshalb – die Tür hinter sich zu. Nebenan eine junge Frau, auch ziemlich wortkarg.
Naja, ist ja noch meine Stunde Null. Die beiden können von ihren Zimmern direkt auf den großzügig dimensionierten Balkon rausgehen, haben eine große Glas-Schiebetür.
Da auch die obere, die Gästeetage passend zum Haus, rund gehalten ist, muss ich zu meinem Domizil noch etwas weitergehen – und siehe da, auch der Raum hat eine Tür. Durch diese gelangt man vom offenen Flur ins Zimmer, sorri, ins Zimmerchen.
Die Tür geht nur soweit auf, dass man gerade hindurchpasst, sie würde sonst ans Bett plautzen.
Es gibt noch mehr in diesem Räumchen, schneller geht jedoch, wenn ich aufzähle, was es nicht gibt. Mückenschutz vor Fenster zum Beispiel. Geht aber auch ohne, muss ich wenigstens nicht allein schlafen.
Aber es ist Stunde Null, und ich bin in Österreich, also bitte, zackig und geradlinig.
Ein Einbauschrank, den ich zur Hälfte nutzen darf. Die andere Hälfte ist mit Bettzeug vollgestopft.
Zur freien Verfügung sind noch ein Brettchen, ein Teller, 1 Schüssel und 2x Besteck – und ein kleiner Schmierzettel mit dem Wlan-Passwort.
Cool, moderne Technik.
Ein Bad gib es auch noch, eine Küche nicht.
Das Bad wird von allen – hoffentlich nicht gleichzeitig – genutzt.
Als Küche muss ein kleiner Tisch auf dem Flur herhalten, darauf ein Wasserkocher und eine Mikrowelle, daneben ein Kühlschrank – für alle.
Eine Kaffeemaschine ist nicht, die wurde ihm – dem Gastgeber – zerstört, meinte er noch vor der Begrüßung.

Loben wir also mal die Stunde Null nicht vor dem Tag 1. Man kann ja nicht immer Glück haben.
Das eBike für die nächsten 5 Tage habe ich mir bereits reserviert in der Stadt und die erste Tour am morgigen Dienstag ist festgelegt.
Zur Gewöhnung geht es nach dem Frühstück – noch keine Ahnung, wo ich mir das mache – zum 1.375 Meter hohen Hundstein. Crossing Maria Alm. Sicher eine schöne Strecke. 2 Stunden 14 Minuten sagt der Guide. Der sich übrigens Adventure Cycling nennt und in Englisch zur Verfügung steht.
Ob das dem zackig, gradlinigen Österreicher gepasst hätte?

Fortsetzung folgt.
20:47 16.09.2019

‚Lebens-Zeichen‘ Folge 3


Von Gastautor Andreas Hähle

 

Fritz   1945 – 2016

Fritz wurde 1945 geboren. Noch im Krieg das Licht der Welt erblickend, verbrachte er eine ganz normale Nachkriegskindheit. Mit gleichaltrigen Freunden zog er durch Leipzigs Straßen und machte sie mit ihnen unsicher. Wie Jungs eben so sind. Ab und zu besuchte er – und das sehr gerne – seinen Großvater in Probstheida, der für ihn interessanterweise eine Schmiede betrieb. Nach dem Abschluss der Schule begann er eine Lehre als Dampflokschlosser, die er nach zwei Jahren erfolgreich beendete. In Engelsdorf arbeitete er in diesem Beruf im Reichsbahn-Ausbesserungswerk, im RAW. Sein großer Traum aber war es, eines Tages ein Lokführer zu sein. Um sich diesen Traum erfüllen zu können, musste er sich nicht nur als sehr guter Schlosser bewähren. Man vertraute ihm vorerst die Tätigkeit als Heizer an. Das war schon mal ein Schritt in die richtige Richtung. Berufsbegleitend machte er dann tatsächlich eine Ausbildung zum Dampflokführer. 1967 wurde sein großer Traum Wirklichkeit. In diesem Jahr wurde Fritz Lokführer. Er war erst Triebfahrzeugführer, dann Dampflokführer, dann Diesellokführer. Von 1990 bis1992 fuhr er überwiegend E-Loks. Die Zeit der Dampfloks war ja da schon vorüber und die Sprünge des technischen Fortschritts waren bei der Eisenbahn immens.

Mit seinen Kollegen verstand er sich prima, die Eisenbahner gelten ja auch nach außen hin als so etwas wie eine eigene Gilde. Und natürlich gingen die Kollegen auch gerne mal gemeinsam aus. So geschehen auch 1981, als im Stötteritzer Schreberheim eine Rosenmontagparty stattfand. Dort begegnete Fritz zum ersten Mal seiner künftigen Frau Marion. Marion hatte eigentlich gar keine Lust, an diesem Tag dorthin zu gehen, aber es war eine FDJ-verordnete Veranstaltung und sie wurde, wie einige andere Mädels auch, dorthin delegiert. Für Fritz war es eine Art Betriebsfeier. Die Männer von der Eisenbahn gingen dort sehr gerne mal hin. Vielleicht auch einfach, um mal zu schauen, wen man dort trifft und was dann passiert. Fritz passierte an diesem Tag eben … Marion. Sie machte so einen großen Eindruck auf ihn, dass er sie unbedingt wiedersehen wollte. Aber Marion ging das eher langsam an. Frau kann ja nie vorsichtig genug sein. Doch Fritz hatte es offensichtlich schon auf den ersten Blick sehr ernst gemeint. Fast jeden Tag holte er Marion mit einer roten Rose von Arbeit ab. Das sacht-freundliche Spötteln seiner Kollegen darüber störte ihn nicht im geringsten. Er blieb standhaft und nach und nach war auch Marion doch schwer beeindruckt und verliebt. Dann ging alles sehr schnell. Bereits im selben Jahr zogen die beiden zusammen. Mit der Hochzeit ließen sie sich dann wiederum Zeit. Marion hatte eigentlich gar nicht vor zu heiraten. 1983 fand aber doch endlich die Hochzeit statt. Eine Liebe fürs Leben wurde standesamtlich manifestiert. Kurz zuvor wurde Tochter Beate geboren. Sie heiratete quasi gleich mit. Der sachliche Grund dafür bestand darin, dass die junge dreiköpfige Familie eine Wohnung benötigte und dafür war in der DDR eine Heirat recht nützlich. Fritz konnte es nur Recht sein. Für ihn ging ein weiterer Traum in Erfüllung. Er hätte Marion sowieso am liebsten gleich am ersten Tag der Begegnung geheiratet. Einige Jahre später erweiterte sich das Glück der Familie: 1992 wurde Tochter Nicole geboren.

Die Familie war sehr vielseitig interessiert. Immer wieder waren sie auch in ihrer Freizeit auf Achse. Immer zu dritt, später zu viert. Vor allem nach der Wende, als sich die Grenzen öffneten. Noch mit DDR-Geld in der Tasche ging es auf nach Spanien. Viele ihrer zahlreichen Reisen führten sie nach Skandinavien, wohin es sie fast jährlich lockte. Ein weiterer großer Traum von Fritz war es, einmal die Alpen zu sehen. Dieser Traum wurde auch gleich nach der Wende erfüllt. Das Gebirge hatte Fritz ohnehin sehr gemocht. Auch näher liegende Ziele wurden anvisiert. Fast jedes Wochenende war die Familie irgendwo unterwegs, auf Erkundungsreisen quer durch Deutschland. Viele schöne Orte und Gegenden entdeckten sie, viele Abenteuer konnten sie gemeinsam erleben. Wenn die Reiselust mal etwas sanfter ausfiel, erholte sich die Familie in ihrem Garten. Alles war schön, alles war rund. Eine fröhliche lebenslustige Familie unterwegs durch die Welt. Das ist heute immer noch so und das wird sicherlich auch so bleiben. Auch wenn sich die Familie inzwischen vergrößert hat mit Schwiegersohn Matthias und der Enkeltochter Marie.

An einem Tag im Jahr 1999 wurde mit einem Schlag alles anders. An diesem Tag geschah es, leider nicht zum ersten Mal, dass Fritz einen Selbstmörder überfuhr. Dieses wiederholte Trauma ließ das Fass dieser Erlebnisse bei ihm überlaufen. Er sollte nie wieder Lok fahren können. Er würde auch nie wieder mehr Lokfahrer sein. Der Traum – sein großer Traum – war aus. Er begab sich in psychiatrische Behandlung. Das Leben der Familie veränderte sich mit einem Schlag. Die Leichtigkeit war plötzlich von einem Augenblick zum anderen verflogen. Als hätte jemand eine Uhr angehalten und sie nicht mehr wieder gestellt. Fritz zog sich immer mehr in sich selbst zurück. Sprechen mochte er mit seiner Familie auch nicht über dieses Trauma. Er war der Meinung, es würde reichen, wenn ihn das allein belaste. Fritz war erst Vorruheständler, dann Rentner aufgrund seiner Erwerbsunfähigkeit. Während die Familie immer daran interessiert war, das „alte“ Leben wieder herzustellen, fehlte Fritz oft die Kraft, diesen so inniglich gewünschten Weg mitzugehen. Auch der Alltag gestaltete sich schwerer.

Einige Lichtblicke gab es aber doch in dieser für alle harten Zeit. Das war vor allem Marie zu verdanken. Das Mädchen schaffte es doch tatsächlich, allein durch ihr Wesen und durch ihre Art, den Opa aus seiner Lethargie herauszuholen, wenn sie mit ihm zusammen war. Als wäre sie der Prinz und er das Dornröschen.

2016 suchte Fritz per Überweisung einen Lungenarzt auf, weil er Schwierigkeiten mit dem Atmen hatte. Es wurde ein Lungentumor bei ihm diagnostiziert. Einen Tag vor dem geplanten Krankenhausaufenthalt wurde er durch einen Notarzt, der aufgrund heftiger Luftknappheit gerufen werden musste, eingewiesen. Wenige Stunden nach Marions schnellen Besuch bei ihm verstarb er, gebrochen und desillusioniert.

Wenn ein Traum stirbt, wird es leise, ja dunkel. Und mit ihm sterben alle Träume mit. Wie fallende Blätter im Herbst. Der König hat sich schlafen gelegt, der Held, der Träumer, der Mann, der Vater … Sein Lachen schlief.

(c)Andreas Hähle, 2018

‚Lebens-Zeichen‘ Folge 2


Von Gastautor Andreas Hähle

 

Rainer   1932 – 2015

Es war ein Leben im Sinne des Gehens auf einem geraden Weg. Etwas, was durch das Leben selbst nicht gelingt, nicht gelingen kann. So entwickelt sich manchmal aus dem Weg eine Struktur, an der man festzuhalten versucht ist, aber auch eine Suche und ein Entdecken. Und aus dem Gehen wird ein Kampf. Ein starker Mensch entwickelt sich so zu einer Kämpfernatur.

In jedem Leben sind Entscheidungen zu treffen, richtige und falsche. Am Ende ist entscheidend, für wen man etwas tut, mit welchem Ansinnen, ob nur für sich oder auch für andere oder nur für andere. Und manchmal auch, wie man etwas tut. Rainer war jemand, der sowohl für andere als auch für sich selbst lebte. Es gab eine ihm innewohnende Liebe, die ihn dabei leitete, von der er nicht ließ, die er aber auch zu seinem Leidwesen und dem der Menschen, die ihn umgaben, manchmal einfach nicht zu zeigen vermochte.

Rainer wurde 1932 im sächsischen Freiberg geboren, wo er in einfachen Verhältnissen aufwuchs und die Schule besuchte. Seine Mutter war Verkäuferin, der Vater arbeitete bei der Reichsbahn. Er war der älteste von drei Brüdern. Jedem dieser Brüder wurden unterschiedliche Talente und Charakterzüge zuteil. Rainer entwickelte sich zu einem rational denkenden und handelnden Menschen; Hans zu einem Künstler; Joachim ist der Natur sehr verbunden. Trotz dieser Unterschiedlichkeiten in den Charakteren war das Verhältnis der Brüder ein sehr enges. Seine empfundene Liebe und Achtung vor den Brüdern konnte Rainer als rationaler Mensch leider nicht immer so ausdrücken, wie er es gewollt hätte, doch man spürte die Emotionen, wenn er über sie sprach. Die Malereien von Hans schmückten seine Wohnung.

Nach dem Krieg musste Rainer schon in jungen Jahren im Haushalt kräftig anpacken und helfen, die Familie in diesen schwierigen Zeiten über Wasser zu halten. Bereits mit 12 Jahren erlernte er jedoch auch das Schachspiel, welches sein Leben fortan mit bestimmen sollte. Bis Ende 2014 spielte er noch aktiv Schach. Ja, noch mit über 80 beteiligte er sich an Turnieren dieses anspruchsvollen Denksports.

 

Nach der Schule absolvierte er die Finanzfachschule in Leipzig. Dem folgte ein Hochschulstudium in Babelsberg. Er war im Rat des Bezirkes Leipzig tätig. Danach arbeitete er als Hauptbuchhalter und Planungsleiter in einem größeren Kombinat. Rainer war in der DDR politisch sehr engagiert, er war Mitglied der SED. Im Zuge der Wiedervereinigung verließ er desillusioniert die Partei, doch blieb er bis an sein Lebensende stark politisch interessiert. Dieses politische Interesse teilte er mit seinem Sohn Klaus. Oft war es eine Grundlage für gemeinsame Gespräche und Diskussionen. Nach der Wende wirkte Rainer an der Abwicklung seines Kombinats mit, bevor er in den Ruhestand ging. Er unterstützte seinen Sohn Klaus in den ersten Jahren nach der Gründung von dessen Firma mit seinen Erfahrungen und durch aktive Mitarbeit. Diese Firma ist heute ein weltweit agierendes Unternehmen.

1954 heiratete er Isolde. In diesem Jahr kam auch Klaus auf die Welt. 1961 folgte die Tochter Antje, 1965 die Tochter Iris. Fünf Enkel wurden inzwischen geboren.

1956 zogen Isolde und Rainer von Großpösna nach Leipzig. Die drei Kinder fühlten sich in dieser Familie gut aufgehoben und geliebt. Klaus konnte bereits mit 5 Jahren bei seinem Vater das Schachspiel erlernen. Auch für ihn war diese frühe Berührung mit Logik und rationalem Denken lebensprägend. Der Vater erschien den Geschwistern mitunter recht ungeduldig und fordernd, was sich wohl darauf zurückführen lässt, dass er alles, was er tat, sehr ernst nahm. Ungeduld mag bei den einen als Charakterstärke empfunden werden, bei anderen als Charakterschwäche. Rainer war ein Mensch, der wusste, was er wollte und auch wusste, was er von anderen erwartete. Für den seelischen Ausgleich braucht man als Pendant zur Ungeduld die Geduld, um daraus etwas Rundes, etwas Ganzes zu schaffen, eine Einheit, eine Familie. Durch Liebe und Hingabe aller beteiligten Personen zueinander. Rainer vermochte es auch immer wieder, aufkommende und im Raum stehende Differenzen durch seinen charismatischen Humor aufzulösen. Sein Interesse an den unterschiedlichsten Brett- und Kartenspielen, seine Zaubertricks und seine Liebe zur Literatur und zur Musik bereicherten das Familienleben. Neben dem Schachspiel interessierte sich Rainer später auch sehr für das asiatische Brettspiel Go. Sein Enkel Steffen schloss tatsächlich ein Go-Studium ab, woran Rainer mit Sicherheit alles andere als „unschuldig“ war. Seine Liebe zu den Büchern prägte alle Kinder. Die Musik bestimmte vor allem Antjes Werdegang. Rainer prägte seine Familie und es ist sicher, dass sehr sehr viel von ihm in den Wesenszügen und in den Vorlieben seiner Nachkommenden weiter gelebt und weiter gegeben wird. Das in einem Leben erreicht zu haben, ist etwas Großartiges und hat eine tiefe Bedeutung in den Herzen, die unvergänglich ist.

1981 ließen sich Isolde und Rainer scheiden. Das Verhältnis beider beruhte jedoch auch danach auf gegenseitigem Respekt. Rainer lebte seitdem alleine. Seine Hauptbezugsperson wurde nun die Tochter Antje, seine Freude die gemeinsamen Musik- und Literaturabende. Als seine Tochter Iris sich entschied, zu ihrem Mann nach Syrien zu ziehen, unterstützte er sie bei der Finanzierung lebenswürdiger Wohnbedingungen. Mit Interesse und Stolz verfolgt er die Entwicklung seiner dort aufwachsenden Enkel.

2005 verstarb Antje durch einen Unfall, ein tragischer Verlust. Für die Eltern zerbrach in diesem Moment nicht nur ein Teil der Welt, sondern die Welt im Ganzen.

Rainer hatte in seinem Leben sehr viel geschafft und erreicht, aber auch sehr viel verloren. Doch hörte er niemals auf zu kämpfen.

Gegen Ende seines Lebens verschlechterte sich Rainers gesundheitlicher Zustand zusehends. Seit einem Schlaganfall hatte er Koordinationsprobleme und Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht. Beweglichkeit und Selbständigkeit wurden eingeschränkt. Spätere Durchblutungsstörungen in den Beinen machten mehrere operative Eingriffe bis hin zur Amputation erforderlich. Ein Kampf der ganz besonderen Art und Härte. 2013 zog er ins  Betreute Wohnen um, wo er sich sehr wohl fühlte und seinen Humor an den ihn betreuenden Schwestern testete. Mit Freude erlebte er noch, dass es Iris und ihren Töchtern gelang, das von Krieg überzogene Syrien zu verlassen und sicher nach Deutschland zurückzukehren. Im Januar 2015 kam er aufgrund von Lungenproblemen erneut ins Krankenhaus. Der anschließende Aufenthalt in der Reha Klinik im September schien erfolgreich. Er spielte dort übrigens – und gewann – seine letzte Schachpartie gegen den Stationsarzt. Doch leider wurden kurz vor der geplanten Entlassung weitere operative Eingriffe erforderlich. Diese schwächten ihn sehr. Auch das Schwanken zwischen Hoffnung und Resignation spielte ihm hart mit. Immer wieder versuchte er sich aufzubäumen und weiter zu kämpfen, wie er es sein Leben lang gewohnt war.

Ende 2015, wenige Tage nachdem er doch noch wieder nach Hause…

(c)Andreas Hähle, 2018

‚Lebens-Zeichen‘ Folge 1


Von Gastautor Andreas Hähle

 

Helene   1929 – 2016

Helene wurde 1929 als Tochter von Charlotte und Karl in Leipzig geboren.
Sie war das zweite Kind der Familie. Ihr älterer Bruder Kurt ist mittlerweile bereits verstorben.

Ihre Kindheit verlief ganz normal für eine Kindheit in ihrer Zeit. Sie wuchs heran, besuchte acht Jahre lang die Volksschule und lebte das damals eben übliche Leben eines Mädchens in Leipzig. Natürlich verbrachte sie auch gerne sehr viel Zeit außerhalb ihrer Familie mit ihren Freundinnen. Zwei dieser Freundinnen leben heute noch. Mit ihnen war sie bis zu ihrem Tod freundschaftlichst verbunden. Eine andere Freundin aus ihrer Kinder- und Jugendzeit war Ursula, die auch leider bereits verstorben ist. Das Haus, in dem Helene aufwuchs, überlebte glücklicherweise die Zerstörungen des Krieges. Die Familie konnte so dort auch nach dem Krieg bleiben, den sie ohnehin unbeschadet und ohne persönliche Verluste überstehen durfte. Die Männer der Familie, Vater Karl und Bruder Kurt, kamen gesund und wohlauf von der Front zurück. Ein Glückssegen lag wohl über dieser Familie in diesen grausamen Zeiten. Nach der Schule absolvierte Helene ein Pflichtjahr auf dem Lande. Ein solches Jahr war damals üblich für die heranwachsenden Kinder dieser Zeit.

1945 nahm Helene eine Lehre als Stickerin auf. In diesem Beruf war sie vielfältig tätig. Mal in einer Firma, mal in Heimarbeit. Anfang der 50er Jahre machten sich bei Helene jedoch Symptome eines Schilddrüsenleidens bemerkbar. Ein Leiden, welches ihr weiteres Leben mitbestimmen sollte, nur war ihr das anfangs natürlich noch nicht klar. 1951 wurde sie deshalb an der Schilddrüse operiert. Bei diesem Eingriff wurde ein Stimmbandnerv verletzt. Dadurch bewahrte sie sich zwar ihre jugendliche Stimme, aber sie litt seitdem fortwährend, mal mehr mal weniger, unter Luftknappheit und Atemschwierigkeiten. Dieses Handicap zog sich durch ihr gesamtes Leben. Eine Beeinträchtigung, die sich hin und wieder in bestimmten Situationen bemerkbar machte. Eine ständige Belastung, die – leider völlig unbeachtet – im Laufe der Zeit auch Einfluß auf die Kraft ihres Herzens nahm. Ansonsten blieb Helene von weiteren beachtenswerten oder erwähnenswerten Krankheiten verschont. Ihr war es immer wichtig und auch vergönnt, das, was ihr Leben war, selbst zu gestalten. Dabei neigte sie auffallend dazu, aus der Not, soweit es eben möglich war, immer eine Tugend zu machen. Eine Eigenschaft, eine Einstellung, die sie ihr Leben lang beibehielt, die einen großen Teil ihrer charismatischen Stärke ausmachte. Manchmal stand da gar keine Absicht dahinter, dann half eben der Zufall etwas nach.

Bei ihrem Krankenhausaufenthalt während ihrer OP war es nicht mal mehr ein Zufall, sondern ein großer positiver Schicksalsfingerzeig. Denn dort lernte sie ihren Walter kennen, der ebenfalls wegen einer anderen Krankheit zu diesem Zeitpunkt dort operiert wurde. Walter kam aus einem kleinen sächsischen Dorf. 1952 zog er zu ihr nach Leipzig, wo der gelernte Bäcker begann, beim Gleisbau zu arbeiten. Im selben Jahr heirateten die beiden. 1953 wurde ihr Sohn Matthias geboren. Bis 1962 lebte die kleine Familie ihren Alltag im Leipziger Osten. Matthias´ Kindheitserinnerungen wurden sogar einmal in der LVZ verewigt, später in einem Buch mit dem Titel „So war das damals …“. Da lässt sich das, was mit Alltag gemeint ist, sehr gut nachlesen und anschauen. 1962 dann verzog die Familie aus ihrer Altbauwohnung in eine neuere Genossenschaftswohnung, wo Helene bis zu ihrem Tod lebte. Nach diesem Umzug begann sie im Geräte- und Reglerwerk Leipzig, der damaligen Elektronik, zu arbeiten. Verantwortlich für die Organisation von benötigten Materialien zur Produktion war sie dort als Disponentin tätig. Diesen Beruf übte sie bis zur Rente aus. Und mit der Rente kam die Wende …

Das Ehepaar führte durch die ersten Jahrzehnte ein ausgesprochen harmonisches und ein eigentlich typisches DDR-Familien- und Eheleben. Alles ging seinen Gang, alles entsprach dem Charakter einer bestimmten Normalität und Stabilität. Selbst der Urlaub führte jedes Jahr in dasselbe Quartier in der Sächsischen Schweiz. Walter ging gerne wandern und die Familie genoss diese Zeit der gemeinsamen Erholung sehr. Vor allem die gemeinsam  miteinander verbrachten ganzen Tage ohne Arbeitsleben. Für Matthias waren sie ein alljährliches willkommenes Abenteuer. Diese Jahrzehnte waren auch eine Zeit der inneren Ruhe. Weder von außen noch von innen strömten Belastungen auf dieses Familienleben ein. Mitte der 70er kam Matthias zur NVA, danach zog er von zu Hause aus. Und bereits 1976 kam das erste Enkelkind, Anja, auf die Welt.

(c)Andreas Hähle, 2018

Das Sterbewerk*_Episode 33 „Der Amtsschimmel von Leipzig“ 

Der #Tod ist gewiss, das amtliche Dokument dazu nicht unbedingt! In Leipzig sind Wartezeiten von 4 Wochen inzwischen Normalität geworden. Ein Umstand, der die Hinterbliebenen viel Nerven, Zeit und Geld kostet. #BILD #Leipzig und jetzt auch der #mdr haben uns dazu interviewt, weil wir der einzige Leipziger #Bestatter waren, der sich auf amtlichen Wege bis zum Rathaus beschwert hat. Für unsere Kunden. 

Wie geht es nun weiter? 

Handelt Leipzigs Amtsschimmel?Dann wäre der erste Schritt getan… 

http://www.mdr.de/nachrichten/vermischtes/video-115092.html
Quelle: mdr Aktuell, 18.06.2017, 21:45 Uhr, mdr Fernsehen
https://plus.google.com/108132446616161286443/posts/fPPcos3SWRs