Der Politische Asche-Mittwoch, Folge 34 ‚Gute Zeiten, schlechte Seiten‘

Naja, aus Seemannssicht ist überhaupt nichts verloren. Solange Ratten das Schiff nicht verlassen, sinkt es nicht!
Doch hat die FDP nicht nur Wasserpanscher auf der Brücke, auch fühlen sich die Nagetierchen mittlerweile verloren und verlassen. Vorbei die Guten Zeiten.
Die Abwanderung hat begonnen – und da bekanntlich die Ratten als Letzte…
Die noch zur Reling haltenden restlichen einskommafünf Prozent sind nun immer flacher werdendem Fahrwasser ausgesetzt, irgendwo da vorn, offenbar bereits in Sichtweite, strandet der Kahn.
Ist absehbar.
Auch der deutsche Namensähnliche wird die Handbreit unterm Kiel schnell wieder hervorziehen müssen, will er sie nicht einbüßen. Bleiben Sie Hheil, Herr Döring!

Was bleibt?
Es wird sich NullKommaNichts ändern, außer dass ein paar Altersbezüge gestrichen oder auf das Restparlament aufgeteilt werden. Wer vermisst diese Partei wirklich?
Nicht umsonst verklagt Frau Koch-Mehrin ihre Heidelberger Uni auf Erhalt des Doktortitels. In der freien Wirtschaft kann man den wieder gut gebrauchen.
Ach wär‘ sie doch in Düsseldorf geblieben.

Um es klarzustellen, die FDP wird sich noch ein Weilchen am Katzentisch des Merkelschen Brückenausgucks festklammern, irgendwann schlagen die Wellen aber so hoch, dass auch der Letzte nicht mehr zurück an Bord gezogen werden kann. Wirklicher Verlust sieht anders aus.

Längst hält die Kapitänsrunde Ausschau nach neuen Koalitionspartnern, die man mangels Oberdeckbelegung auch gern mal in der Bilsch suchen muss. Egal. Gehirnwäsche kommt eh vor geflochtenen Schulterstücken. KTG macht es vor und Nerz wird es nicht ausschlagen.

Das sind die schlechten Seiten der abweichlerlosen Parteiendemokratie, auch Parlamentsdiktatur genannt.
(c)casus. 2011
VorsichtSatire! Nicht verbrennen.

Die Karikatur wurde mir freundlicherweise von Harm Bengen zur Verfügung gestellt.