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»Der (völlig un-)Politische Asche-Mittwoch« Folge 66 ‘2.500 Stadtkilometer – ein Resümee’

“Aus dem Leben eines Taugewas –
Die un.heimlichen Geschichten des Gordon Blö”

‚2.500 Stadtkilometer – ein Resümee‘

Die Saison geht langsam zu Ende. Rund zweieinhalb Tausend Fahrradkilometer liegen hinter mir. Arbeitsweg und ein paar Freizeitausflüge. Der Weg zum Büro schlägt dabei mit täglich 30 Kilometer zu Buche, 15 Hin, 15 Her. Außer wenn ich Oma Friedrich* unterm Arm habe, dann kommt der Smart-Bestatter zum Zuge. Und bei Regen aus Gießkannen.

Zeit wird es auch, mit ein paar hartnäckigen Vorurteilen aufzuräumen. Ich kann sie einfach nicht bestätigen.

LKW halten nicht genug Abstand beim Überholen; stimmt soo nicht. Gerade die LKW-Fahrer nehmen mehrheitlich demonstrativ Rücksicht. Fahren geduldig hinter mir her, wenn wir gemeinsam durch Baustellenabsperrungen, Fahrbahneinengungen und Holperbelag auf Leipzigs Straßen unterwegs sind. Ganz anders die vor allem kleineren PKW. Gefühlte 30 Zentimeter Abstand sind keine Seltenheit. Da darf man nicht wackeln oder einem Schlagloch ausweichen.

Fahrradfahrer sind ohne Licht unterwegs; stimmt soo auch nicht. Von ebenfalls gefühlt rund 200 Mit- und Entgegenkomm-Radlern haben höchstens 10 kein ausreichend Licht am Rad. Immer noch zu viel, aber auch an den Kraftfahrzeugen scheint nicht alles, was nach Lampe aussieht. Gerade jetzt in der Herbstzeit ein Unsicherheitsfaktor.

Lichtsignalanlagen steuern einen flüssigen Verkehrsfluss; stimmt – jedenfalls in Leipzig auf der Strecke Ost nach Grünau ganz und gar nicht. Gestern habe ich mitgezählt. Ich bin auf diesen 15 Kilometern in eine Richtung ca. ¾ der Strecke fernab von Autostraßen unterwegs. Nutze abgelegene Rad- und Waldwege, so durchs Leutzscher Holz und die Umgehung nach Grünau am Elster-Saale-Kanal entlang. Trotzdem müssen genau 18 mit Elektrik bestückte Kreuzungen passiert werden. Davon zwangen gestern aufgrund ihrer roten Signalfarbe 13 Ampeln zum Halt und Absteigen. Von den restlichen 5 sind 2 eher selten benutzte Fußgängerüberwege mit manueller Handbedienung, die ohnehin meist nur von sich einen Jux daraus machenden Kindern benutzt werden. Die Erwachsenen gehen einfach bei Rot. Oft genug.
Bleiben 3 grün-leuchtende und damit die Weiterfahrt garantierende Wegbereiter. Ein mieser Schnitt für den Zentralrechner.

Schwimmbadradweg

Schwimmbadradweg

Und – es ist eine Mär, dass Autofahrer mit ihren Fahrzeugen die Fußgänger einsauen. Nein, die Radfahrer spritzen den Pfützeninhalt an die Autos. Basta.
Nach der Saison ist vor der Saison. Es kann noch besser werden.
©casus. 2013
Foto: Ossietzkystraße am 13. November 2013 gegen halb 8. (Ihr könnt die Daten auslesen!)

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