Getagged: Schnarchgedichte

Schnarchgedichte #000

Liegst du wach, wo and’re schlafen?
Brauchst du Ruh‘, wo andere die Sau rauslassen?

Dann sind die Schnarchgedichte vielleicht eine willkommene Abwexlung.
Doch bedenke, sie fallen mir nur nachts ein und haben nichts mit der Wirklichkeit des helllichten Tages zu tun.

Frei nach Eugen Roth:
„Ein Mensch hört staunend und empört,
daß er als Unmensch alle stört:
Er nämlich bildet selbst sich ein,
der angenehmste Mensch zu sein.
Ein Beispiel macht euch solches klar:
Der Schnarcher selbst schläft wunderbar.“

In diesem Sinne … Schnarchgedichte made in Wandlitz.
Bis zum Tag X.

(c)casus. 2014

Schnarchgedichte #003

Kein Specht klopft, kein Eichhorn knackt.
Bei Minus Dreißig hungert das Tier.
Ich frier.

Der Rothsche Mensch, der einen Kühlschrank hat,
taut sich was auf.
Schon wird er satt.

(c)casus. 2014

Schnarchgedichte #002

Über allen Wipfeln ist Ruh‘.
Dem Wind ist die Puste ausgegangen.
Es ist ganz easy, hier was Neues anzufangen.
Fehlen tust dazu
mir eigentlich nur du.

Ob Hase, Eichhorn oder Uh‘.
Sie sind im Wald wie zoogefangen.
Am Horizont gibt’s Stadt, nicht wirklich ein Verlangen.
Fehlen tust dazu
mir eigentlich nur du.

(c)casus. 2014